Die Gesundheitsstudie
Diabetes mellitus
Wesentliches Merkmal der Stoffwechselerkrankung Diabetes mellitus ist chronisch erhöhter Blutzucker. Deshalb wird sie auch Zuckerkrankheit genannt.
Diabetes mellitus vereint unterschiedliche Krankheitsbilder: Während der Typ-1(a)-Diabetes eine Autoimmunkrankheit ist, bei der die Insulin produzierenden Zellen in der Bauchspeicheldrüse zerstört werden, spielen beim Typ-2-Diabetes verschiedene Faktoren wie Übergewicht beziehungsweise Adipositas, Bewegungsmangel sowie genetische Anlagen zusammen.
Neuerkrankungen betreffen bei Typ-1-Diabetes vor allem Kinder, Jugendliche oder junge Erwachsene. Der mit der Krankheit verbundene Insulinmangel wäre tödlich und muss deshalb mehrfach täglich durch Spritzen ausgeglichen werden.
Am Diabetes vom Typ 2 dagegen erkranken vorwiegend Menschen jenseits der 40, mit zunehmendem Alter steigt ebenso die Häufigkeit. Bei dieser Form des Diabetes kommt es zu einer Insulinresistenz der Zellen, zugleich schüttet die Bauchspeicheldrüse weniger Insulin aus. Resultat sind Störungen des Zuckerhaushalts, des Fettstoffwechsels und weiterer Stoffwechselsysteme. Diabetes erhöht die Gefahr von Herz-Kreislaufkrankheiten und ist oft mit schweren Folgen wie Erblindung oder Amputation verbunden.
Bereits heute sind etwa acht Prozent der erwachsenen Bevölkerung in Deutschland von Typ-2-Diabetes betroffen: Laut Angaben der Deutschen Diabetes-Gesellschaft (DDG) leben in Deutschland rund sechs Millionen Menschen mit diagnostiziertem Typ-2-Diabetes. Bis 2030 soll sich diese Zahl der Neuerkrankungen nach modellbasierten Schätzungen des Deutschen Diabetes-Zentrums (DDZ) in der Altersgruppe der 55- bis 74-Jährigen voraussichtlich um rund 1,5 Millionen erhöhen (Zahlen kommuniziert von der DGG in einer Pressemitteilung am 31. Mai 2011 – im Vorfeld der 46. DDG-Jahrestagung im Juni 2011).
Doch bereits in jüngeren Jahren kann zum Beispiel Adipositas beziehungsweise Fettleibigkeit zu Folgekrankheiten wie Diabetes mellitus Typ 2 führen. Laut DGG erkranken daran in Deutschland jährlich etwa 200 Kinder und Jugendliche im Alter von 12 bis 19 Jahren (Pressemitteilung der DDG vom 24.05.2011).
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