Die Gesundheitsstudie
Ziele
Was hält uns gesund? Was macht uns krank?
LIFE sucht neue Therapieansätze für Zivilisationskrankheiten: LIFE erforscht die volkswirtschaftlich bedeutsamen Zivilisationserkrankungen auf breiter Front. Umweltbelastung, Lebensstil und genetische Eigenschaften beeinflussen deren Entstehung entscheidend. Noch aber streitet die Wissenschaftlergemeinde, wie genau der Mix aus inneren und äußeren Einflüssen aussieht, der Ausbruch, Ausprägung und Verlauf bestimmt: Sind die Gene schuld, wenn ein Mensch an Demenz erkrankt? Führt ungesunde Lebensweise zu Diabetes oder sind es doch „die Anlagen“? Sind Gewohnheiten und persönliches Umfeld entscheidend für die epidemische Ausweitung von Übergewicht und Adipositas? Das Leipziger Forschungszentrum für Zivilisationserkrankungen will in den nächsten Jahren Antworten finden.
Neue Therapien und Medikamente aus Sachsen: Ziel sind neue Erkenntnisse über Ursachen und Variabilität der wichtigsten Zivilisationserkrankungen – und daraus folgend neue Ansätze für Prävention, frühzeitige Diagnose und Therapie. Zukünftig sollen in Kooperation mit Unternehmen die Ergebnisse zu marktreifen Produkten weiterentwickelt werden. Das ambitionierte Vorhaben wird die biomedizinische Wirtschaftsregion Leipzigs und ganz Sachsens nachhaltig fördern.
Großer ökonomischer Effekt: Die hohe Verbreitung der von LIFE untersuchten Erkrankungen verspricht eine weltweite Verwertung der Forschungsergebnisse – denn LIFE hat starke gesundheitsökonomische Wirkung: Die Gesundheitsausgaben steigen stetig. In Deutschland zum Beispiel lagen die Ausgaben für medizinische Aufwendungen nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes im Jahr 2008* bei 254,3 Milliarden Euro (2002: knapp 218,8 Milliarden). Für einen großen Teil sind Zivilisationskrankheiten verantwortlich: Allein Herz-Kreislauf-Erkrankungen verschlangen 2008 rund 37 Milliarden Euro und machen fast die Hälfte der Krankheits- und Todesfälle aus. Genauso verursachen die anderen der in LIFE untersuchten Schwerpunktkrankheiten erhebliche Ausgaben und Arbeitsausfälle – rund 9,4 Milliarden Euro wurden 2008 laut Statistischem Bundesamt für Demenzerkrankungen und 5,2 Milliarden Euro für depressive Störungen ausgegeben.
*In der Krankheitskostenrechnung schätzt das Statistische Bundesamt seit 2002 alle zwei Jahre die ökonomischen Folgen von Krankheiten für die deutsche Volkswirtschaft. In die Berechnung fließen – neben medizinischen Heilbehandlungen – auch sämtliche Gesundheitsausgaben für Prävention, Rehabilitation und Pflege ein.
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